Du kannst die Hausschrift deines Kunden hochladen. Der Funnel nimmt WOFF2, WOFF, TTF und OTF an. Am besten lädst du WOFF2 hoch, das ist die kleinste Datei.
Warum am besten WOFF2
Eine Schrift wird bei jedem Aufruf mitgeladen. Das Format entscheidet also mit, wie schnell die Seite aufbaut.
WOFF2 ist speziell für das Web gemacht und rund 30 Prozent kleiner als WOFF und etwa halb so groß wie dieselbe Schrift als TTF. Jeder Browser, der heute im Einsatz ist, kann es.
TTF und OTF funktionieren, sind aber unnötig groß. Wenn du nur eine solche Datei hast, kannst du sie direkt hochladen. Wandle sie um, wenn du es schneller haben willst.
Das Limit liegt bei 2 MB pro Datei. Eine übliche Schrift mit westeuropäischem Zeichensatz liegt als WOFF2 bei 20 bis 60 KB.
Umwandeln mit dem Font Squirrel Webfont Generator
Der bequemste Weg, und er ist kostenlos.
- Öffne den Font Squirrel Webfont Generator.
- Upload Fonts, dann deine TTF- oder OTF-Datei auswählen.
- Bei den Einstellungen Optimal wählen. Das ist die mittlere Stufe und passt fast immer.
- Unter Subsetting die Voreinstellung Basic stehen lassen. Sie behält den westeuropäischen Zeichensatz, also alle Umlaute und das ß.
- Das Häkchen bei der Lizenzbestätigung setzen, dann Download your kit.
Im heruntergeladenen Paket liegt eine Datei mit der Endung .woff2. Die brauchst du, den Rest kannst du löschen.
Subsetting nicht auf „Expert" mit reduziertem Zeichensatz stellen, um Bytes zu sparen. Fehlt ein Zeichen in der Datei, ersetzt der Browser genau dieses eine durch die Systemschrift. Das fällt bei „ß" oder „–" erst auf, wenn ein Kunde es meldet.
Wenn Font Squirrel die Datei ablehnt
Der Generator prüft die Lizenz in der Datei und verweigert die Umwandlung, wenn die Schrift kein Webfont-Recht hat. Das ist ein Hinweis, kein Fehler: siehe unten.
Andere Werkzeuge, die dasselbe tun:
- CloudConvert (
cloudconvert.com), Auswahl TTF nach WOFF2. - everythingfonts (
everythingfonts.com), dort „ttf to woff2".
Beide sind Online-Dienste. Lad dort nichts hoch, was du nicht hochladen darfst.
Die Lizenz
Eine gekaufte Schrift für den Druck erlaubt nicht automatisch den Einsatz auf einer Website. Dafür braucht es eine Webfont-Lizenz, und die wird oft nach Seitenaufrufen abgerechnet. Prüf das, bevor du die Schrift eines Kunden hochlädst. Das ist ein Hinweis und keine Rechtsberatung.
Kostenlose Schriften mit Webfont-Recht findest du bei Google Fonts (dort herunterladen, nicht einbinden) oder Fontsource. Beide liefern TTF; du wandelst wie oben um.
Warum herunterladen statt einbinden: eine Schrift vom Google-CDN löst bei jedem Besucher eine Anfrage an Google aus. Genau das schließt der Funnel aus, und deine Datenschutzerklärung sagt es zu.
Hochladen
- Im Builder auf Design, dort zum Abschnitt Schriften.
- Schrift hochladen, die Datei wählen.
- Oben unter Überschriften und Fließtext auswählen.
Du kannst für Überschriften und Fließtext verschiedene Schriften nehmen. Setzt du nur den Fließtext, gilt er für beides.
Der Name kommt aus der Datei
Den Namen musst du nicht selbst eintippen. Der Funnel liest ihn aus der Schriftdatei, also Familie und Schnitt: aus einer Datei namens f_8721-x3.woff2 wird zum Beispiel „Brandon Grotesque Bold".
Nur wenn die Datei keinen Namen hergibt, dient der Dateiname als Name. Gibt auch der nichts her, steht dort Unbenannte Schrift, und du vergibst selbst einen. Umbenennen geht jederzeit über das Stift-Symbol.
Bei jeder Schrift stehen Schnitt, Format, Dateigröße und Datum, dazu eine Probezeile in der Schrift selbst. Ein Name sagt nicht, wie eine Schrift aussieht, und genau danach wählst du aus.
Hast du früher Schriften hochgeladen und siehst dort kryptische Namen, klick auf Namen aus den Dateien lesen. Der Funnel liest sie einmal nach und benennt sie um. Namen, die du selbst vergeben hast, bleiben stehen.
Fett als eigene Datei
Wenn du einen fetten Schnitt hast, lad ihn zusätzlich hoch und trag ihn beim Feld für den fetten Schnitt ein.
Ohne ihn fällt fetter Text auf die Ersatzschrift zurück. Der Browser rechnet die fette Variante nie selbst aus. Das sieht man mitten im Satz: der normale Text steht in deiner Schrift, das fette Wort daneben in einer anderen.
Eine Schrift für einen einzelnen Block
Die Schrift aus dem Design gilt für den ganzen Funnel. Willst du eine einzelne Überschrift oder einen einzelnen Textblock anders setzen, wähl den Block aus und geh rechts auf Design. Im Feld Schriftart stehen drei Gruppen:
- Aus dem Design, mit dem Eintrag „Wie im Design". Das ist die Voreinstellung: ändert sich die Schrift im Design, ändert sie sich hier mit.
- Meine Schriften, also deine hochgeladenen.
- Mitgeliefert, die eingebauten.
Jeder Eintrag steht in seiner eigenen Schrift, du siehst also beim Auswählen, was du bekommst.
Zwei Schriften pro Funnel reichen. Mehr wirkt schnell unruhig.
Was danach passiert
Die Datei liegt in deinem Speicher, nicht bei einem Fremdanbieter. Beim Aufruf des Funnels wird sie von dort geladen.
Der Funnel lädt nur die Schriften, die er wirklich benutzt. Eine hochgeladene, aber nirgends ausgewählte Schrift bremst ihn also nicht.
Umbenennen zieht das Design mit. Löschen ist die gefährlichere Aktion: der Funnel prüft vorher, ob die Schrift noch irgendwo benutzt wird, auch in anderen Funnels. Ist sie das, wirst du gewarnt.
Wenn die Schrift nicht erscheint
Drei Gründe, in dieser Reihenfolge:
Die Datei ist keine echte Schriftdatei. Manche Werkzeuge benennen nur die Endung um. Wandle mit einem der oben genannten Werkzeuge neu um.
Die Schrift ist hochgeladen, aber nicht ausgewählt. Das Hochladen legt sie nur in die Liste. Ausgewählt wird sie oben unter Überschriften und Fließtext oder am einzelnen Block.
Du siehst eine alte Fassung. Lade die Seite mit gedrückter Umschalttaste neu.