Diese sechs kommen immer wieder, und sie sind alle in zehn Minuten behoben. Wenn dein Funnel Besucher hat, aber keine Anfragen, arbeite die Liste von oben nach unten ab.
1. Zu viele Fragen
Der häufigste Fehler, und der teuerste.
Jede Frage kostet Leute. Bei drei Fragen kommen die meisten durch, bei acht verlierst du unterwegs mehr als die Hälfte. Der Reflex, „lieber gleich alles abfragen", kostet dich genau die Anfragen, die du haben wolltest.
Drei bis fünf Fragen. Alles, was du im Erstgespräch ohnehin fragst, gehört nicht in den Funnel.
Ein Test, der schnell geht: streich jede Frage, deren Antwort dein Handeln nicht ändert. Wenn du bei „unter 5.000 €" und „über 5.000 €" dasselbe tust, brauchst du die Frage nicht.
2. Kontaktdaten zu früh
Wenn das Formular auf der ersten Seite steht, ist der Funnel ein Kontaktformular mit Zwischenschritten.
Der Sinn der Reihenfolge ist Verbindlichkeit: wer drei Fragen beantwortet hat, hat Zeit investiert und gibt danach eher seine Adresse. Steht das Formular vorn, entscheidet er über die Adresse, bevor er irgendetwas investiert hat.
Kontaktdaten immer zuletzt. Ohne Ausnahme.
3. Kein Social Proof vor dem Formular
Der Moment vor dem Absenden ist der Moment des Zweifels: „Bekomme ich jetzt zehn Anrufe?"
Genau dort gehört etwas hin, das die Frage beantwortet. Eine Kundenstimme, eine Case Study, ein Satz darüber, was als Nächstes passiert.
Direkt über dem Formular, nicht ganz oben auf der Seite. Oben liest es jemand, der noch gar nicht überlegt, ob er sich meldet.
Mehr dazu unter Case-Study- und Testimonial-Blöcke richtig einsetzen.
4. Eine Überschrift, die nichts sagt
„Willkommen bei Müller Immobilien" ist keine Überschrift, das ist ein Türschild.
Die erste Zeile muss sagen, was der Besucher davon hat. Nicht, wer du bist. Das interessiert erst später, und es steht weiter unten.
| Statt | Besser |
|---|---|
| Willkommen bei [Firma] | Was ist Ihre Immobilie heute wert? |
| Ihr Partner für [Leistung] | In 3 Minuten zum Festpreis-Angebot |
| Über 20 Jahre Erfahrung | Handwerkertermin noch diese Woche |
Ein brauchbarer Test: deck deinen Namen und dein Logo ab. Steht dann noch da, worum es geht?
5. Mehrere verschiedene Aufrufe
Eine Seite, ein Ziel. Wenn oben „Termin buchen", in der Mitte „Newsletter" und unten „Katalog anfordern" steht, hat der Besucher drei Entscheidungen statt einer, und er trifft keine.
Ein Aufruf, mehrfach wiederholt. Derselbe Text, dieselbe Aktion. Drei Knöpfe mit demselben Ziel sind richtig; drei Knöpfe mit drei Zielen sind der Fehler.
Das gilt auch für Links, die aus dem Funnel herausführen. Jeder davon ist ein Weg nach draußen.
6. Auf dem Telefon nie angesehen
Die meisten Besucher kommen vom Handy, gebaut wird am Schreibtisch.
Der Builder hat oben eine Umschaltung auf die Telefonansicht. Sie zeigt, was über der Falz liegt, also ohne Scrollen zu sehen ist. Dort gehört hin: die Überschrift, ein Satz, der Knopf.
Und einmal wirklich mit dem Telefon durchklicken, nicht nur in der Vorschau. Was am Schreibtisch großzügig wirkt, ist auf 390 Pixeln eine leere Seite, und was dort passt, ist am Schreibtisch verloren.
Was du daran misst
Dein Dashboard zeigt je Schritt, wie viele Leute ankommen. Der Schritt mit dem größten Absprung ist dein nächster Handgriff.
Ein Absprung von 20 bis 30 Prozent je Frage ist normal. Über 50 Prozent an einer einzelnen Frage heißt fast immer: sie ist zu persönlich, zu früh oder unverständlich.