Beide zeigen, dass jemand anderes schon mit dir gearbeitet hat. Sie tun es auf verschiedene Weise, und sie gehören an verschiedene Stellen.
Der Unterschied
Ein Testimonial ist eine Meinung. „Die Zusammenarbeit war angenehm." Es baut Vertrauen auf und kostet den Leser zwei Sekunden.
Eine Case Study ist ein Ergebnis. „Drei Einheiten verkauft, 13,6 Prozent Abschlussquote." Sie belegt etwas und kostet den Leser eine halbe Minute.
Daraus folgt die Platzierung.
Wohin sie gehören
| Stelle | Was dorthin gehört |
|---|---|
| Direkt über dem Formular | Eine Case Study oder eine starke Stimme |
| Nach dem Nutzen-Abschnitt | Zwei bis drei Testimonials |
| Ganz oben im Hero | Höchstens eine Logo-Leiste, kein Zitat |
| Auf der Danke-Seite | Gar nichts davon, die Entscheidung ist gefallen |
Der wichtigste Platz ist direkt vor dem Aufruf zum Handeln. Dort entsteht der Zweifel, und dort gehört die Antwort hin. Ganz oben liest es jemand, der noch gar nicht überlegt, ob er sich meldet.
Wie viele
Zwei bis drei Testimonials, eine Case Study. Mehr wirkt wie eine Wand, an der man vorbeiscrollt.
Wenn du nur eine Stimme hast, nimm eine. Eine echte schlägt drei erfundene, und drei erfundene erkennt man schneller, als man denkt: sie klingen alle gleich.
Was eine gute Stimme ausmacht
Konkret statt allgemein. „Sehr zufrieden" sagt nichts. „Nach zwölf Wochen wusste ich zum ersten Mal, woher die Anfragen kommen" sagt etwas.
Ein Einwand darin. „Ich war skeptisch, weil ich schon zwei Programme durchhatte" wirkt stärker als reines Lob, weil es echt klingt. Das ist es auch: so reden Leute.
Name, Rolle, Ort. Ein „M. K. aus B." ist so gut wie anonym. Frag deinen Kunden, ob du ihn nennen darfst; die meisten sagen ja.
Ein Foto, wenn du eins hast. Ohne Foto steht ein Kreis mit den Initialen. Das ist besser als ein Symbolbild aus einer Datenbank, das jeder als solches erkennt.
Video-Stimmen
Ein Video wirkt stärker als Text, weil man ein Gesicht sieht. Es kostet dafür Ladezeit und Aufmerksamkeit.
Was funktioniert:
- 30 bis 60 Sekunden. Länger sieht sich niemand an.
- Querformat, wie ein Interview aufgenommen.
- Ein Vorschaubild, auf dem die Person in die Kamera schaut.
- Ohne Autoplay. Wer es sehen will, klickt.
Was nicht funktioniert: eine Handyaufnahme im Hochformat mit Gegenlicht und Hall. Dann lieber ein Textzitat mit Foto.
Zum Vorbereiten der Datei steht alles unter Bilder und Videos optimieren.
Die Case Study
Zwei Bauformen, und die Wahl hängt daran, was du zu zeigen hast:
- Kennzahlen, wenn das Ergebnis eine Zahl ist.
- Problem/Lösung, wenn es eine Veränderung ist, die man erklären muss.
Wie du sie ausfüllst, steht unter Blöcke einfügen und sortieren.
Echte Zahlen
Nutze echte, belegbare Zahlen deiner Kunden. Erfundene Ergebnisse sind wettbewerbswidrig, und im Streitfall musst du sie nachweisen können.
Praktisch:
- Frag um Erlaubnis und halt sie fest. Eine kurze Mail genügt.
- Nenn den Zeitraum. „13,6 Prozent" ohne Angabe, worüber, ist keine Aussage. „13,6 Prozent aus 22 Anfragen in vier Monaten" ist eine.
- Wenn dein Kunde die Zahl nicht nennen möchte, nimm eine Spanne oder die Variante Problem/Lösung. Beides ist besser als eine geglättete Zahl.
- Solange du keine echten Zahlen hast, lass die eckigen Klammern der Vorlage stehen. Sie fallen jedem auf, der die Seite vor dem Livegang ansieht. Eine erfundene Zahl fällt niemandem auf, und genau das ist das Problem.
Ein häufiger Fehler
Testimonials ganz unten, nach dem Formular. Dort liest sie niemand mehr: wer abgeschickt hat, ist fertig, und wer nicht abgeschickt hat, ist weg.
Wenn deine Seite lang ist, wiederhol den Beweis. Einmal nach dem Nutzen-Abschnitt, einmal direkt vor dem Formular.