Wenn jemand dein Formular abschickt, meldet der Funnel das an Meta. Welches Ereignis dabei feuert, stellst du selbst ein, und diese Entscheidung ist wichtiger, als sie aussieht.
Die Empfehlung zuerst
Nimm „Lead", außer du hast einen konkreten Grund dagegen. Das passt für Kontakt-, Beratungs- und Lead-Magnet-Funnels, also für die allermeisten. Wechsel es nur, wenn eine der drei Ausnahmen unten wirklich zutrifft.
| Dein Funnel | Ereignis |
|---|---|
| Kontakt, Beratung, Lead-Magnet, Angebot anfordern | Lead |
| Bewerbung, Recruiting, Stellenanzeige | SubmitApplication |
| Der Abschluss IST eine Terminbuchung (Kalender im Funnel) | Schedule |
| Es wird wirklich gekauft und bezahlt | Purchase |
CompleteRegistration steht auch zur Wahl. Es passt, wenn jemand sich für etwas anmeldet, das danach stattfindet, etwa ein Webinar. Im Zweifel ist Lead die bessere Wahl: es ist das Ereignis, für das Meta die meisten Vergleichsdaten hat.
Warum das nicht egal ist
Meta optimiert deine Kampagne auf genau dieses Ereignis. Der Algorithmus sucht Leute, die es auslösen, und lernt aus jedem einzelnen dazu.
Daraus folgen zwei Dinge:
Das Ereignis muss deinem echten Geschäftsziel entsprechen. Wenn du „Purchase" meldest, obwohl niemand bezahlt, sucht Meta Käufer für etwas, das es nicht zu kaufen gibt. Die Kampagne wird teurer und liefert schlechtere Anfragen.
Wechsel es nicht ständig. Jeder Wechsel setzt die Lernbasis zurück: Meta hat dann Daten zu einem Ereignis, das nicht mehr kommt, und fängt bei dem neuen von vorn an. Rechne nach einem Wechsel mit ein bis zwei Wochen, in denen die Kampagne schlechter läuft. Wenn du unsicher bist, entscheide einmal und lass es stehen.
Wo du es einstellst
In deinem Funnel unter Einstellungen, Abschnitt Tracking, Bereich Meta Pixel, Feld Ereignis beim Absenden.
Direkt darunter stehen zwei weitere Felder, Wert und Währung. Die gelten nur für Purchase und werden bei allen anderen Ereignissen verworfen. Die Währung wählst du aus einer Liste (EUR, CHF, USD, GBP und einige mehr), der Wert geht bis 999.999,99.
Das ist der Grund für die Regel. Meta liest den Wert bei jedem Ereignis und rechnet ihn in die Kampagnensteuerung ein. Eine Umsatzangabe an einem Lead verzerrt damit das Gebotsverhalten für Geld, das nie geflossen ist.
Eigene Ereignisse an Knöpfen
Jeder Knopf in deinem Funnel kann beim Klick ein eigenes Ereignis melden. Du findest das Feld in den Block-Eigenschaften des Knopfes.
Zur Wahl stehen die Standard-Ereignisse von Meta und eigene Namen. Eigene müssen mit fz_ anfangen, also zum Beispiel fz_video_gestartet oder fz_preisliste.
Der Grund für das Präfix: ohne ihn landen Tippfehler als eigenständiges Ereignis im Werbekonto, „Anfrage" neben „anfrage", und niemand sieht später, welche Ereignisse aus deinem Funnel stammen. Mit Präfix stehen sie in Metas Liste beisammen.
Eigene Ereignisse eignen sich nicht als Optimierungsziel, solange sie selten sind. Meta braucht dafür ungefähr fünfzig pro Woche. Sie sind zum Beobachten da und für Zielgruppen.
Im Builder feuern sie übrigens nicht. Beim Bauen klickst du dutzendfach auf denselben Knopf, und jeder dieser Klicks liefe sonst in dein Werbekonto.
Was du danach prüfen solltest
Schick dir selbst einen Test-Lead durch den Funnel und sieh im Events Manager unter Test-Ereignisse nach, ob das richtige Ereignis ankommt. Denk daran, im Banner zuzustimmen, sonst kommt gar nichts.
Wie das genau geht, steht unter Conversions API verbinden im Abschnitt über das Test-Werkzeug.